Alarmübung in Salzhausen - sechs Wehren üben Ernstfall
vor 1 MonatKürzlich führte die Freiwillige Feuerwehr der Samtgemeinde Salzhausen eine umfangreiche Alarmübung in einem Mehrfamilienhaus an der Lüneburger Straße in Salzhausen durch. Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel mehrerer Ortsfeuerwehren bei einem komplexen Brandeinsatz unter realistischen Bedingungen zu trainieren.
Die angenommene Lage stellte die Einsatzkräfte vor eine besondere Herausforderung: Die örtlich zuständige Feuerwehr Salzhausen galt als außer Dienst, sodass um 18:30 Uhr zunächst die Feuerwehren aus Eyendorf, Wulfsen und Garstedt alarmiert wurden. Gemeldet war ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus. Zudem galten sechs Personen als vermisst beziehungsweise konnten aufgrund der starken Rauchentwicklung das Gebäude über das Treppenhaus nicht mehr verlassen.
Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte gingen mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Parallel wurden weitere Feuerwehren aus Putensen, Vierhöfen sowie später auch Salzhausen nachalarmiert, um zusätzliche Atemschutzgeräteträger und Einsatzkräfte bereitzustellen.
Besonderes Augenmerk lag auf der Rettung von Personen über die Gebäuderückseite. Dort wurden mehrere Bewohner mithilfe von Steckleitern aus ihren Wohnungen gerettet, da der Fluchtweg durch das verrauchte Treppenhaus abgeschnitten war. Während der gesamten Übung musste die Lüneburger Straße voll gesperrt werden.
Die Übung fand in einem Gebäude statt, das künftig abgerissen werden soll. Dadurch boten sich für die Einsatzkräfte besonders realitätsnahe Trainingsmöglichkeiten. So konnten die Atemschutztrupps unter anderem auch das gewaltsame Öffnen verschlossener Türen praktisch üben. Die Samtgemeindefeuerwehr bedankt sich ausdrücklich beim Eigentümer des Gebäudes für die Zurverfügungstellung des Objektes und die Unterstützung der Ausbildung.
Ausgearbeitet wurde die Übung durch Gemeindebrandmeister Tore Larsen. Bei der abschließenden Nachbesprechung sprachen er sowie die eingesetzten Übungsbeobachter kleinere Fehler und Optimierungsmöglichkeiten offen an. Insgesamt zeigten sie sich jedoch mit dem Ablauf, der Zusammenarbeit der eingesetzten Feuerwehren und dem Engagement der Einsatzkräfte zufrieden.