Gebäudebrand mit Personenrettung
vor 3 WochenDas Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide (BTO) wurde am 14.11. in Blaulicht gehüllt. Der erste Zug der Feuerwehr Ostheide übte hier in Barendorf den Ernstfall: Gebäudebrand mit Personenrettung. Neben den Ortsfeuerwehren des ersten Zuges, Barendorf, Wendisch Evern und Vastorf, rückten auch die Ortsfeuerwehr Radenbeck zur Sicherung des Atemschutzeinsatzes und die Gefahrgutgruppe mit ihrer Hygienekomponente aus. Übungsleiter und Zugführer Jascha Volkmann-Heine beschrieb das Ziel der einsatznahen Übung: „Die Ordnung des Raumes, also welche Fahrzeuge vorfahren und wo wir uns aufbauen, das wollen wir heute ganz besonders üben.“ So ist im Ernstfall mit weit mehr Fahrzeugen und Feuerwehrkräften, weil nötig, zu rechnen. Dass diese alle Platz finden und gleichzeitig Wege frei bleiben, auch das muss man üben.
Für den Realismus bei dieser Übung sorgten insgesamt sechs zu rettende Personen, die durch Gäste und Mitarbeitende des BTO dargestellt wurden – hinzu kamen drei Puppen. Diese wurden über die zweite und dritte Etage verteilt und durch Atemschutztrupps herausbegleitet bzw. getragen. Da eine Verrauchung des Gebäudes angenommen wurde, wurden die zu rettenden Personen mittels Fluchthaube vor Brandrauch kurzzeitig geschützt. Die Kommunikation ist gerade in solchen Situationen wichtig, um den Umständen entsprechend Ruhe zu vermitteln und Fluchthauben sicher anlegen zu können.
Gleiches gilt für den Atemschutzeinsatz bzw. die Atemschutzüberwachung: Hier muss genau kommuniziert und dokumentiert werden, welche Räume und Bereiche bereits abgesucht wurden – gerade bei einem so komplexen Gebäude. Insgesamt hat das BTO knapp 50 Betten und zeitweise weitere Seminargäste sind auf dem Gelände.
Nach dem Einsatz kam die Hygienekomponente der Gefahrgutgruppe zum Einsatz, um die Kontamination durch den Brand zu entfernen. Im Ernstfall würde jeweils eine benachbarte Kommune ihre Hygienekomponente stellen, da die Einsatzkräfte bereits vor Ort gebunden wären – so unterstütz man sich gegenseitig.
Auch Oxana Klein, Geschäftsführerin des BTO, stellte sich als zu rettende Person zur Verfügung und bedankte sich abschließend ausdrücklich für die gemeinsame Übung.
Zugführer Jascha Volkmann-Heine versprach: „In 2026 werden wir hier gerne weiter üben.“