Florian ZuSa

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Jahreshauptversammlung der FF Lübberstedt
vor 4 Tagen

Aufgrund der winterlichen Witterungsverhältnisse mit starken Schneeverwehungen musste die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lübberstedt kurzfristig vom Gasthaus Bleecken in Toppenstedt in das Lübberstedter Feuerwehrhaus verlegt werden. Ortsbrandmeister Rainer van Goer begrüßte die Anwesenden mit den Worten „Leben in der Lage“ und brachte damit die flexible Reaktion der Wehr auf die aktuellen Umstände auf den Punkt.

Trotz der kurzfristigen Änderung konnte van Goer zahlreiche Gäste willkommen heißen, darunter Kreisbrandmeister Jörn Petersen, den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Sven Plate, Samtgemeindebürgermeister Jens Köster, Ordnungsamtsleiter Falk Pillath sowie Ehrenortsbrandmeister Heino Bruns.

In seinem Jahresbericht blickte der Ortsbrandmeister auf ein ausgesprochen ruhiges Jahr zurück. Einsätze seien nicht angefallen, lediglich eine Alarmübung im Rahmen des Hochwasserschutztages an der Elbe habe stattgefunden. Dennoch war die Feuerwehr aktiv: In insgesamt 46 Übungsdiensten wurden 1.822 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Das Sommerfest der Wehr sei sehr gut angenommen worden, außerdem nahm die Feuerwehr Lübberstedt am Gemeindefeuerwehrtag sowie am Nachtmarsch der Freiwilligen Feuerwehr Rottorf teil. Für zusätzliche Lagerkapazitäten wurde ein 20-Fuß-Seecontainer hinter dem Feuerwehrhaus aufgestellt. Zudem ist die Wehr nun auch auf Instagram vertreten. Einen besonderen Dank richtete van Goer an die Verwaltung der Samtgemeinde für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Die Personalstärke der Feuerwehr Lübberstedt bleibt stabil: Der Einsatzabteilung gehören 24 aktive Mitglieder an, darunter acht Atemschutzgeräteträger. Hinzu kommen 16 Kameraden der Altersabteilung, 20 Kinder in der Kinderfeuerwehr sowie 57 Mitglieder im Förderverein.

Kinderfeuerwehrwart Christian Zschuckelt berichtete ebenfalls von einem insgesamt guten Jahr. Die Kinderfeuerwehr beteiligte sich unter anderem am Gemeindefeuerwehrtag, am Tag der sauberen Umwelt, am Laternenumzug sowie an einem Ausflug in den Wildpark Schwarze Berge. Als großes Problem benannte er jedoch die derzeit noch eingestellte Jugendfeuerwehr: Da dort der Dienstbetrieb ruht, können Kinder nach Erreichen der Altersgrenze von zwölf Jahren nicht übernommen werden und treten in der Folge wieder aus der Feuerwehr aus.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Sven Plate griff dieses Thema in seinem Grußwort auf. Er appellierte zudem an alle Aktiven, regelmäßig an den Übungsdiensten teilzunehmen. Gerade in einsatzarmen Zeiten müsse sichergestellt sein, dass im Ernstfall alle Handgriffe sitzen. Zudem berichtete er aus der Samtgemeindefeuerwehr und kündigte an, dass Anfang 2027 neue Uniformen eingeführt werden sollen.

Auch Kreisbrandmeister Jörn Petersen ging auf die schwierige Situation der Jugendfeuerwehr ein. Zwar sehe er aufgrund der vergleichsweise geringen Personalstärke Herausforderungen bei einer Reaktivierung, dennoch rief er dazu auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Jugendfeuerwehr wiederzubeleben und so den Übergang aus der Kinderfeuerwehr dauerhaft zu sichern. Ergänzend berichtete er über aktuelle Entwicklungen auf Kreisebene. Er beförderte außerdem Michael Stutzer, der als Zugführer im Fachzug Tierseuchen der Kreisfeuerwehrbereitschaft tätig ist, zum Oberbrandmeister.

Samtgemeindebürgermeister Jens Köster dankte der Feuerwehr Lübberstedt ausdrücklich für die geleistete Arbeit und das Engagement. In seinem Grußwort erinnerte er zudem an den MANV-15-Einsatz an der Oberschule Salzhausen und hob die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Schule und den beteiligten Hilfsorganisationen hervor.

Im Rahmen der Versammlung wurden auch Ehrungen und Beförderungen vorgenommen. Jens-Peter Steffen wurde mit der Ehrenmedaille des Landes Niedersachsen für seinen Einsatz während des Weihnachtshochwassers 2023 im Heidekreis ausgezeichnet. Zudem konnte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Plate weitere Beförderungen durchführen: Der stellvertretende Ortsbrandmeister David Stöckmann sowie Kinderfeuerwehrwart Christian Zschuckelt erhielten jeweils den Dienstgrad des Löschmeisters. Raphael Grahl wurde nach erfolgreich absolvierter Grundausbildung zum Feuerwehrmann ernannt.

Mit einem Ausblick auf die kommenden Aufgaben und dem Dank an alle Unterstützer schloss Ortsbrandmeister Rainer van Goer die Versammlung.