Samtgemeindefeuerwehr Zeven zieht positive Bilanz
vor 1 WocheGemeindebrandmeister Torben Wilshusen führte durch die diesjährige Dienstversammlung der Samtgemeindefeuerwehr Zeven und präsentierte eine umfassende Bilanz. Die Feuerwehren der Samtgemeinde zählen aktuell 915 Mitglieder, darunter 828 Männer und 87 Frauen. Ergänzt wird die Einsatzabteilung durch 69 Kräfte in der Reserveabteilung sowie 395 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung.
Nachwuchsarbeit stärker denn je
Der Bericht zur Kinder- und Jugendarbeit, den Samtgemeindejugendwartin Lina Kuschel verlas, zeigte eindrucksvoll die positive Entwicklung im Nachwuchsbereich. In den vier Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde sind derzeit 82 Jugendliche aktiv – 57 männlich und 25 weiblich. Mit einem Durchschnittsalter von 13,5 Jahren erwartet die Samtgemeindefeuerwehr in den kommenden Jahren eine starke Übernahme in die Einsatzabteilungen.
Die Jugendfeuerwehren nahmen an Kreis- und Bezirkswettbewerben, Orientierungsmärschen sowie zahlreichen gemeinnützigen Aktionen teil. Besonders hervorgehoben wurde die organisationsübergreifende Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz, die sowohl in der lokalen Presse als auch bei den Teilnehmenden großen Zuspruch fand.
Auch im Bereich der Leistungsabzeichen war die SG Zeven sehr erfolgreich: 11-mal wurde die Jugendflamme 1 auf Samtgemeindeebene verliehen, 13-mal die Jugendflamme 2 auf Kreisebene — mit der größten Teilnehmergruppe aus der SG Zeven.
Ähnlich positiv verlief das Jahr in den drei Kinderfeuerwehren, die aktuell 43 Mitglieder zählen (31 männlich, 12 weiblich). Dort wurden 28 Dienste durchgeführt. Die Kinder nahmen an Kreiswettbewerben teil und erhielten 17-mal das Kinderflämmchen sowie 6-mal den Brandfloh.
212 Einsätze und über 8.800 Einsatzstunden
Im Jahr 2025 wurden bislang 212 Einsätze abgearbeitet, darunter 69 Brandeinsätze, 65 Technische Hilfeleistungen, 54 ausgelöste Brandmeldeanlagen und Heimrauchmelder sowie 24 weitere Einsätze wie Absicherungen bei Ernte- und Laternenfesten. Zusätzlich unterstützten die Feuerwehren 39 Einsätze außerhalb der Samtgemeinde. Insgesamt kamen die Ehrenamtlichen auf 8.834 Einsatzstunden.
Ausbildung, Projekte und Spezialgruppen
Die Aus- und Fortbildung erreichte erneut ein hohes Niveau: Auf Kreisebene wurden 24 Sprechfunklehrgänge, 11 Maschinistenlehrgänge, 16 Atemschutzgeräteträgerlehrgänge und 12 Kettensägenlehrgänge absolviert. An der Landesfeuerwehrschule des NLBK besuchten Angehörige der SG-Feuerwehren 46 Lehrgänge.
Gemeinsam mit den Samtgemeinden Tarmstedt und Sittensen wurden zudem die Prüfungen der Modularen Grundlagenausbildung (MGA) für die Qualifikationsstufen 2 und 3 durchgeführt. Neu in Dienst gestellt wurde außerdem die Absturzsicherungsgruppe.
Beförderungen und Wahlen
Im Rahmen der Versammlung wurden mehrere Führungskräfte befördert. Sören Munke, Samtgemeindeausbildungsleiter, wurde zum Ersten Hauptlöschmeister ernannt. Christian Müller, stellvertretender Feuerwehrpressesprecher der SG, erhielt den Dienstgrad Löschmeister. Sascha Ortmann, stellvertretender Gemeindebrandmeister, wurde zum Ersten Hauptbrandmeister befördert.
Mit großer Mehrheit wurde Dirk Otjen als stellvertretender Gemeindebrandmeister wiedergewählt und ebenfalls zum Ersten Hauptbrandmeister ernannt.
Anerkennung aus Politik und Verwaltung
Samtgemeindebürgermeister Henning Fricke sowie Vertreter des Feuerschutzausschusses würdigten den Einsatz aller Feuerwehrangehörigen. Fricke betonte, man könne „vor dieser Leistung nur den Hut ziehen“ und wünschte allen Einsatzkräften ein sicheres Heimkehren aus ihren Einsätzen.
Großprojekte: Zeltlager und Neubauten
Zevens Ortsbrandmeister Jan-Tobias Wendelken stellte den aktuellen Stand der Planungen zum Bezirkszeltlager 2026 vor, zu dem 1.500 bis 2.000 Jugendliche in Zeven erwartet werden. Die Vorbereitungen laufen bereits seit längerer Zeit auf Hochtouren.
Die Samtgemeindeverwaltung berichtete zudem über den Fortschritt der großen Bauprojekte: Der Neubau des Feuerwehrhauses Brauel hat begonnen und soll im September 2026 fertiggestellt werden. Parallel läuft die Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs.
Auch in Gyhum befindet sich der Neubau des Feuerwehrhauses in der Bauphase. Die dortige Wehr wird künftig ein HLF 20 sowie ein TLF 3000 erhalten.