Florian ZuSa

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Schwerer Verkehrsunfall bei Abbenfleth (LK Stade) - Drei Personen getötet
vor 1 Woche

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L111 bei Abbenfleth sind die drei Insassen eines BMW getötet worden. Der Fahrer eines beteiligten LKW wurde leicht verletzt.

Der Pkw war in Richtung Stade unterwegs und hatte hinter der Ortschaft Barnkrug auf einer kurzen Geraden mehrere Fahrzeuge überholt, unter anderem einen Kleintransporter mit einem weiteren Fahrzeug auf einem Anhänger. Nach der nächsten Kurve kam der BMW, wahrscheinlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit, ins Schleudern und geriet mit der Fahrerseite quer vor einen entgegenkommenden LKW mit einem Anhänger, auf dem sich ein Bagger befand.

Der Aufprall war so heftig, dass die drei Personen im PKW, der Fahrer und zwei begleitende Frauen, sofort getötet wurden. Der Fahrer des LKW wurde leicht verletzt und in seinem Führerhaus eingeschlossen. Durch den Unfall wurde des Anhänger des LKW abgerissen und geriet jetzt unkontrolliert in den Gegenverkehr, wo er mit dem zuvor erwähnten Kleintransportergespann zusammenstieß. Geistesgegenwärtig hatte dessen Fahrer sein Gespann nach rechts gelenkt und konnte so den Aufprall abmildern.

Zunächst war in der Meldung an die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle von drei eingeklemmten Fahrzeuginsassen die Rede und so wurden sofort die Feuerwehren Assel und Drochtersen in Marsch gesetzt, dann auch die Feuerwehr Bützfleth und der Zug I der Stader Feuerwehr. Insgesamt waren das ungefähr 60 Feuerwehrleute. Auch eine Vielzahl von Rettungsdienstkräften rückten zur Unfallstelle aus, darunter zwei Rettungshubschrauber, die allerdings unverrichteter Dinge wieder zurückfliegen konnten.

Am Boden wurde der Tod der PKW Insassen festgestellt und der LKW Fahrer aus seinem Fahrzeug gerettet. Er wurde vorsichtshalber ins Elbe-Klinikum Stade gebracht.

Wie an solchen Einsatzstellen üblich, begann die Polizei mit gründlichen Ermittlungen und die weiteren Maßnahmen der Feuerwehr wurden mit den Polizeikräften abgestimmt, so auch die Bergung der tödlich Verunglückten.

Ein Gutachter wurde angefordert, um die Ermittlungsarbeit zu unterstützen, deshalb blieb die Landesstraße stundenlang gesperrt. Glücklicherweise konnten die Verkehrsteilnehmer eine Ausweichstrecke durch das Kehdinger Moor nutzen.

Text: Stefan Braun, KPW Feuerwehr LK Stade