Florian ZuSa

Das Feuerwehrmagazin bei Radio ZuSa
Umwelteinsatz in Stade-Ottenbeck
03.09.2026

Ein Großaufgebot der Feuerwehr musste am späten Mittwochnachmittag zu einer Tankstelle in Stade-Ottenbeck ausrücken.Ein Silo-Lkw hatte nach dem Tanken dort ein unbekanntes weißes Pulver verloren und war weitergefahren. Auf dem Tankstellengelände und der davor liegenden Straße verschmutzte jetzt eine jeweils kleine Menge der Substanz den Boden.Die Mitarbeiterin der Tankstelle alarmierte sofort die Feuerwehr und zum Einsatz kamen Kräfte beider Züge der Stader Feuerwehr und Umwelteinheiten der Kreisfeuerwehr, zum Beispiel die Gruppen „Messen und Spüren“, „Dekon“ und der Führungsdienst. Auch das Umweltamt des Landkreises kam zur Einsatzstelle. Insgesamt waren etwa 50 Einsatzkräfte vor Ort.Da zunächst nicht bekannt war, um welchen Stoff es sich handelte, wurden die nächsten Maßnahmen unter größtmöglichen Sicherheitsbedingungen vorgenommen.

Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt und geräumt, Feuerwehrleute in Chemieschutzkleidung deckten an beiden Stellen das Pulver ab, damit es nicht weitergetragen werden konnte. Außerdem wurden Proben genommen, um den Stoff festzustellen. Zeitgleich wurden Versuche unternommen, den Lkw-Fahrer oder seine Spedition telefonisch zu erreichen, zunächst ohne Erfolg.

Währenddessen beförderten Feuerwehrleute den Stoff in dafür bereitgestellte Behälter.

Schließlich konnte man eine telefonische Verbindung herstellen und es stellte sich heraus, dass es sich bei der Substanz um Aluminiumoxyd handelte, einem ungefährlichen Stoff.

Trotzdem muss man sagen, dass so ein großer Aufwand nötig ist, denn erst am Ende weiß man, womit man es zu tun hat und so lange das unklar ist, darf niemand einer Gefahr ausgesetzt werden.

Während die verschiedenen Einheiten zur Einsatzstelle unterwegs waren, kamen einige von ihnen an einem Autobrand auf der Bundesstraße 73 vorbei. Sie stoppten sofort, hatten aber aufgrund des eigentlichen Auftrags kein Löschwasser dabei.Zufällig war genau an der Brandstelle das Gelände einer Autowerkstatt, dort war wieder zufällig ein Tanklöschfahrzeug der Stader Feuerwehr zur Reparatur. Ein Feuerwehrmann, der dort arbeitete, reagierte sofort und fuhr das Fahrzeug, wenn auch ohne Fahrertür, an den Zaun und reichte den Schnellangriffsschlauch durch die Maschen und so konnte der Brand des Pkw schnell gelöscht werden.

Text: Stefan Braun, Pressesprecher Kreisfeuerwehr Stade