Wriedel OT. Arendorf - Landwirtschaftlicher Arbeitsunfall - Kartoffelroder kippt um - zwei Personen schwerer verletzt
vor 3 MonatenSchwerere Verletzungen erlitten zwei 63 und 65 Jahre alte Erntehelferinnen in den Morgenstunden des 29.09.25 bei einem Arbeitsunfall auf einem landwirtschaftlichen Acker in Wriedel-Arendorf (SG Bevensen-Ebstorf, LK Uelzen) . Ein Kartoffelroder hatte sich gegen 09:30 Uhr kurz vor dem "Abbunkern" aufgrund einer Bodenwelle aufgeschaukelt, so dass dieser auf die Seite kippte und die sich auf der Plattform befindenden Frauen Verletzungen erlitten. Diese erlitten Prellungen und möglicherweise Knieverletzungen. Vorsorglich war ein Rettungshubschrauber mit Notarzt im Einsatz.
Text: Pressestelle PI LG/UE/DAN
Update: 6. Oktober:
Zu dem Unfall in Arendorf am vergangenen Montag gibt es neue Erkenntnisse: Während des Unfalls waren nicht nur zwei, sondern drei Personen auf dem Verlesetisch.
Zwei davon konnten bereits am späteren Nachmittag wieder arbeiten. Eine Person erlitt einen glatten Beinbruch, befindet sich aber auf einem guten Weg der Besserung.
Unfallgefahr beim Kartoffelroden: Diese 12 Tipps retten Leben
Gekippte Kartoffelroder sorgen immer wieder für Unfälle. Mit diesen 12 Praxistipps bleibt die Ernte sicher und unfallfrei.
Am 29.09.2025 kippte auf einem Acker in Wriedel-Arendorf ein Kartoffelroder auf die Seite. Dabei wurden drei Personen, die am Verlesetisch standen, leicht verletzt.
Erntezeit ist meist auch die Zeit der Unfälle. Stress, enge Zeitfester und auch schlechte Erntebedingungen, wie feuchte Böden, sind oft die Ursache. Maschinen mit großen Bunkern wie Kartoffelroder sind gefährdet. Durch die Zuladung verlagert sich der Schwerpunkt nach oben und die Maschine wird instabiler. Das macht sich besonders auf unebenen und feuchten Boden bemerkbar.
Hier 12 Praxistipps, mit denen sich Unfälle vermeiden lassen
- Insbesondere mit angehobenen Bunker jederzeit mit angemessener Fahrgeschwindigkeit, sprich geringer Geschwindigkeit fahren.
- Bodenunebenheiten (Furchen, Steinhaufen) meiden.
- Bei Nutzung von Achslenkung und Maschinenneigung die Reaktion der Maschine jederzeit im Auge behalten.
- Enge Kurvenfahrten vermeiden.
- Ausreichend Abstand zu Böschungen und anderen Hindernissen einhalten.
- Vorausschauendes und angemessenes Beschleunigen und Abbremsen.
- (Standard-) Bunker erst kurz vor dem Abbunkervorgang anheben.
- Jederzeit das technisch vorgegebene Bunkervolumen einhalten.
- Abbunkervorgang auf möglichst tragfähigen Böden durchführen.
- Feuchte und unebene Stellen mit geringstmöglicher Bunkerbeladung durchfahren.
- Gefährliche oder unübersichtliche Stellen meiden, gegebenenfalls Einweiser zur Hilfe nehmen.
- Besonders bei Teilladung / -entladung des Bunkers auf Standfestigkeit des Roders achten.
Mit Material von Fa.Grimme